Trekkingrucksack für Kinder

Trekkingrucksack für Kinder

Die Auswahl des richtigen Trekking-Rucksack für unseren Sohn führte uns in den vergangenen Wochen in den Globetrotter nach Frankfurt.

Das Angebot vor Ort war nicht riesig, aber einige Modelle für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren lagen dennoch zum Testen bereit.

So konnten wir uns nacheinander folgende Modelle anschauen:

Deuter FOX 40

Deuter FOX 30

Osprey ACE 38

Tatonka Akela Kinder

Der Tatonka Akela 35 schied allerdings direkt beim ersten probieren aus. Er bietet unglaublich viele Taschen und Befestigungsmöglichkeiten, ist aber definitiv für Größere Kinder gemacht.

Quelle: https://www.tatonka.com/de/produkt/akela-35/

Unser Sohn misst mit seinen 10 Jahren sportlich schlanke 1.45cm und der Rucksack war viel zu groß. Nicht umsonst wird er auf den Seiten von Globetrotter von einem Jugendlichen mit 165cm getragen. Das passt dann auch weit besser zu dem Rucksack-Gewicht von über 1.4 kg.

Auch auf Seiten von Tatonka wird er als Rucksack für Jugendliche (Pfadfinder) beworben.

Obwohl er bei Globetrotter unter „Kinderrucksäcken“ zu finden ist, würde ich ihn eher bei Jugendlichen bzw. kleinen Erwachsenen sehen. Die Klassifizierung „Kinder“ ist hier etwas fehl am Platz.

Kommen wir zum nächsten Kandidaten, dem Osprey ACE 38. Mit seinen 1,09kg ein richtiges Leichtgewicht und direkt auf den ersten Blick eine wirklich ernsthafte Alternative.

Quelle: https://www.ospreyeurope.com/shop/de_de/ace-38

Ich mag Osprey, hatten wir doch selbst schon das ein oder andere Modell für uns, oder unseren Sohn. Angefangen von der verstellbaren Rückenplatte, über gut gepolsterte Hüfte- und Schultergurte bitte der Ospreys eigentlich alles was das Herz begehrt. Eine Regenhülle ist ebenfalls inklusive. Mit einer UVP von 150,00 € ist der Osprey nicht gerade der günstigste Kinder-Trekking-Rucksack, aber er soll ja auch eine Weile halten.

Osprey gibt den Ace 38 für ein Alter von 9-12 Jahren an. Von der Größe passte er unserem Sohn mit seinen 1.45 m ebenfalls gut.

Der Belastungstest stand noch aus, zuvor wollten wir uns noch die anderen Modelle anschauen.

Übrig blieben also noch die Deuter Modelle FOX 30 und FOX 40. Ich muss hier vielleicht dazu sagen, dass ich nicht der Größte Deuter Fan bin. Das hat nichts mit der grundlegenden Qualität zu tun, sondern eher mit meinem Hang zu etwas exotischeren Marken, oder zu besonders leichter Trekking Ausrüstung.

Beides verbindet man jetzt nicht zwingend mit einem Hersteller wie Deuter, dem Volkswagen Konzern unter den Outdoor-Ausrüstern.

Der Deuter FOX 40, beschrieben als Rucksack für Kinder und Jugendliche, mit einem annehmbaren Gewicht von 1,33 kg bei 40L Volumen und mitmachendem Rückenteil, war zunächst mein „theoretischer“ Favorit, was Packvolumen und Gewicht angeht.

Quelle: https://www.deuter.com/de-de/shop/rucksaecke/p24477-kinderrucksack-fox-40

Leider zeigte sich hier, ähnlich wie beim Tatonka, sehr schnell, dass der Begriff „Kinder“ hier etwas weit gefasst ist. Trotz verstellbarem Rücken war der Rucksack mit seiner Höhe von 66 cm viel zu groß.

Die Frage, die sich mir dann auch erst im Geschäft wirklich stellte war: „Wie soll unser „Kleiner“ eigentlich einen beladenen 40L Rucksack schleppen?“ Die kurze Anprobe hat dann auch schnell gezeigt, der FOX 40 wird es nicht. Noch nicht, evtl. in 3-4 Jahren, sofern unsere Sohn dann noch Lust hat mit uns auf Tour zu gehen.

Übrig blieb dann zuletzt der Deuter FOX 30. 30 Liter Volumen, 1.22 kg, mitwachsender Rücken, im Prinzip wie der FOX 40, nur eben um etwa 10 Liter reduziert. Funktionen wie ein von außen zugängliches Fach für den Schlafsack, Komprimierungsriemen bei wenig Beladung und sehr gut gepolsterte Hüft- und Schultergurte teilt sich der FOX 30 mit dem Osprey ACE 38.

Quelle: https://www.deuter.com/de-de/shop/rucksaecke/p24473-kinderrucksack-fox-30

Bei größerem Volumen bringt der Ospreys ACE allerdings etwa 200g weniger Gewicht auf die Waage. Definitiv ein großer Pluspunkt und eigentlich sollte die Entscheidung damit ja gefallen sein – oder?

Nicht ganz – denn wozu dient der Rucksack in erster Linie? Richtig – zum Tragen von Lasten und dies, bei unserer geplanten Norwegen Trekking Tour, auch für mehrer Tage und längere Strecken am Stück.

Somit war klar, die Entscheidung kann hier nur ein direkter Vergleich bringen, was im Globetrotter zum Glück überhaupt kein Problem darstellt.

Schnell waren die Rucksäcke mit etwa 6 kg beladen und unser Sohn konnte mit beiden ein paar Meter durch den Laden drehen.

Bei den Einstellmöglichkeiten würde ich jetzt keinen klaren Favoriten sehen, beim Gewicht gewinnt der Osprey – beim Tragen hatte unser Sohn allerdings schnell seinen Favoriten gefunden. Der Deuter FOX 30 war für ihn einfach deutlich angenehmer. Vielleicht liegt es am Rückenpolster, den Schulter- oder Hüftgurten, so genau lies sich das nicht definieren. Aber mit dem Deuter war er von Anfang an total zufrieden und das ist ja auch das, was letztendlich für mehrtätige Wanderungen zählt.

Von meiner Seite aus kann ich somit sowohl den Deuter FOX 30 als auch den Osprey ACE 38 empfehlen, für unseren Sohn hat dann der Deuter das Rennen gemacht.

Der Gewinner noch einmal im Überblick:

Deuter FOX 30
Farbe: petrol-arctic (ein helles Blau in Richtung Türkis)
Gewicht: 1220g (laut Hersteller, wir wiegen noch nach)
Volumen: 30 Liter
Maße: 60x24x22 cm

Für Fragen oder Detailbilder stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung!

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