… im Tipi, Kuppel, Tunnel – Zeltformen

… im Tipi, Kuppel, Tunnel – Zeltformen

Wer die Wahl hat, hat die … 5€ für das Phrasenschwein sind hier gut angebracht, aber der Spruch bringt es auf den Punkt.

Wer schon einmal nach einem 3-4 Personen Zelt für eine Tour in Skandinavien gesucht hat, wird von der Auswahl an Möglichkeiten komplett erschlagen.

Die einen schwören auf die Dauerbrenner ala Hilleberg und Helsport, die anderen auf Ultraleicht Konstruktionen von Tarptent, der eine auf das Tunnelzelt, der nächste auf das Tipi oder Mid und irgendwann kommt jemand mit den Begriffen „freistehend“, „sturmsicher“ um die Ecke und schlägt ein Kuppelzelt vor, das für die nächste Everest Expedition tauglich wäre.

Und irgendwo dazwischen, befindet sich dann hoffentlich das für uns geeignete Zelt.

Das Tunnelzelt:

Bietet definitiv einige Vorteile, bei wenigen Nachteilen. Die bekannten Kuppelzelte von Hilleberg, Helsport, Nordisk, Wechsel und Co. bieten zumeist ein relativ großes Innenzelt und einen gut nutzbaren Vorraum mit.

Gerade in sehr regnerischen Gebieten wie Skandinavien kann der Vorraum ein wahrer Segen sein. Insbesondere bei der Vorstellung, mit einem komplett nassen und dreckigen Hund in das gerade bei Regen und Sturm aufgebaute Zelt schlüpfen zu müssen.

Im Vorraum hätten wir die Möglichkeit, den Hund zumindest einigermaßen trocken und sauber zu bekommen, bevor es in das Innenzelt und auf die Schlafsäcke geht.

Anmerkung: Nein, das unsere Hündin in der Apsis oder unter einem extra Tarp schläft, kommt für uns nicht in Frage. Während sie zuhause nichts im Bett verloren hat, gehört sie im Zelt einfach direkt zu uns und hat auch ihre eigene Isomatte 😉

Der Nachteil der „großen“ Kuppelzelte: In der Regel wiegen Kuppelzelte für 3+ Personen mit ordentlich Platz deutlich über 3kg und sind vom Packmaß her auch keine Raumwunder.

Ein sehr interessanter Vertreter dieser Kategorie könnte für uns das Wechsel Tempest 4 werden. Bei nur 3,25kg (laut Hersteller), bietet es eine Liegefläche von mindestens 213 x 228 cm und zusätzlich noch einen recht großen Vorraum. Das Packmaß von 49 x 19 cm ist dabei ebenfalls nicht zu verachten.

zum Wechsel Tempest 4

weitere Kandidaten:

Hilleberg Keron 3 GT
Helsport Fjellheimen 3
Tatonka Alaska 3.235

Tipi, Mid & Co.

Als Mid werden umgangssprachlich Zelte bezeichnet, die über eine einzige Mittelstange aufgebaut werden.

Die Grundform (ob 4, 6 oder 8-eckig) erinnert dabei meist an ein klassisches Tipi oder eine Pyramide.

Zu den Mids gehört auch unser Sil Hexpeak von Luxeoutdoor.

Während die Mids im Ultraleicht-Trekking auf Grund Ihres oft sehr geringen Gewichtes sehr beliebt sind, sehe ich für unsere Ansprüche doch einige gravierende Nachteile.

Nachteil 1: Wie der Name es schon sagt, mitten im Zelt steht eine Stange.

Während das für mich allein, oder mit meinem Sohn zusammen, kein Problem darstellt, stelle ich mir das Ganze mit 3 Personen, Gepäck und Hund recht mühsam vor. Es trennt den Innenraum auf und unsere Hündin ist recht trottelig und plump, da sehe ich das Zelt mehr als ein Mal in sich zusammen fallen.

Nachteil 2: Die fehlende Apsis

Ein Mid, das gewichtsmäßig für uns in Frage kommt, mit Innenzelt für 3-4 Personen, füllt meist auch den kompletten Innenraum aus.

Somit bleibt kein Puffer um bei schlechtem Wetter Hund und uns sauber zu bekommen.

Zudem fehlt mir dann der Raum zum kochen. Ein Gaskocher im Innenzelt, bei 3 Personen + Hund, ist mir zu gefährlich.

Lösungsmöglichkeit:

Das Problem könnten wir lösen, indem wir ein zusätzliches Tarp mitnehmen, das dann als Vorraum für Gepäck und zum Kochen dient.

Mögliche Kandidaten:

Die Ultraleicht Fraktion

Hier gefällt mir dank einiger Tipps das Tarptent Hogback enorm gut. Das Platzangebot bei nur 2kg Gewicht dürfte absolut unschlagbar sein.

Allerdings bringt das Gewicht dann auch wieder ein paar Nachteile mit sich.

Auch hier fehlt, wie beim Mid, die Apsis und wir müssten somit ein weiteres Tarp mit uns herum schleppen.

Dann scheint das Material sehr dünn zu sein und ich bin mir unsicher, ob wir das auf dem Boden im Fell und mit den Krallen unseres Hundes nicht zu schnell zerstören.

Und last but not least, die Sturm- und Regen Tauglichkeit. Nahezu alle Berichte die ich über das Tarptent Hogback finden kann, stammen aus den USA und dort zumeist auch aus trockeneren Gegenden.

Wenige Berichte aus Europa dann ebenfalls unter trockenen Bedingungen.

Ob es dann den eventuell zu erwartenden widrigen skandinavischen Bedingungen stand hält?

zum Tarptent Hogback

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